OP Handschuhe

OP Handschuhe – Schutz für Arzt und Patient

Kein Arzt würde einen Patienten ohne schützende Handschuhe untersuchen oder operieren. OP Handschuhe schützen beide, den Arzt genauso wie den Patienten.

Vor 200 Jahren gab es noch keine OP Handschuhe und die Chirurgen operierten ihre Patienten mit bloßen Händen. Wenn der Patient nicht an den Folgen des Eingriffs starb, dann in den meisten Fällen an Bakterien, die er vom Arzt selbst durch die bloßen Hände bekommen hatte. Es war der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis, der auf die katastrophalen Zustände in den Krankenhäusern hingewiesen hat. Zu seiner Zeit starben besonders viele Frauen nach der Geburt ihrer Kinder, am so genannten Kindbettfieber. Der Grund war folgender: Wenn die Ärzte von der Obduktion einer Leiche kamen und ohne Handschuhe und ohne sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren, eine Entbindung durchführten, konnte so das Leichengift ungehindert die Frauen infizieren, die daran dann starben. Semmelweis war einer der ersten Ärzte, die bei der Behandlung OP Handschuhe trugen. Allerdings waren die OP Handschuhe der damaligen Zeit aus schwerem Gummi und ähnelten den Handschuhen, die Hausfrauen heute beim Putzen tragen. Kein Chirurg hatte in diesen OP Handschuhen das nötige Fingerspitzengefühl und deshalb lehnten viele Ärzte es ab, mit Handschuhen zu operieren. Dazu kam, dass diese OP Handschuhe auch noch eine Art Stulpen hatten, die besonders unbequem und hinderlich beim operieren waren.

Die Ärzte der heutigen Zeit benutzen OP Handschuhe aus sehr dünnem Latex. Diese Handschuhe sind so genannte Einmal-Handschuhe und werden nach der Operation sofort entsorgt. Latex Handschuhe sind wie eine zweite Haut und ermöglichen es dem Arzt, auch filigrane Arbeiten, zum Beispiel an den feinen Blutgefäßen, ohne Probleme durchführen zu können. Damit die Hände in den OP Handschuhen auch nicht schwitzen, sind die meisten Handschuhe von innen mit Talkumpulver beschichtet, das den Schweiß absorbiert. OP Handschuhe sind immer steril und werden erst unmittelbar vor dem operativen Eingriff aus ihrer Verpackung genommen. Das geschieht immer im OP Saal, nachdem der Arzt sich die Hände gründlich gewaschen und auch desinfiziert hat.

Für den Patienten, aber auch für den behandelnden Arzt, bedeuten sterile OP Handschuhe immer die größtmögliche Sicherheit zum Schutz vor Ansteckungen.

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